17.08.2007 | Agent Coffey nimmt mich in die Mangel: Ich fühle mich wie in einem Alptraum
Unterdessen sind unaussprechliche Dinge geschehen. Jemand hat dafür gesorgt, dass es zu einem Zusammentreffen mit einem meiner „ehemaligen Klienten“ kam. Beim Freigang in Hof 4 haben sie mir Carlos Lacarra und seine Truppe auf den Hals gehetzt. Ich möchte wetten, dieser nichtsnutzige Coffey steckt dahinter. Er leitet die Ermittlungen in meinem Fall und ist offensichtlich bereit, bis zum Äußersten zu gehen, um mir die Zunge zu lösen.
Bumm, Bumm! Jemand schlägt an meine Zellentür und ruft: „Machen Sie sich hübsch, Sie haben Besuch!“ Die Tür wird aufgeschlossen und ...:
Der Nichtsnutzige wird hineingeführt. Coffey kommt in Begleitung seines Assistenten Rabiner und wartet, bis der Wärter die Tür von außen verschlossen hat. Er erschrickt, als er mich hier liegen sieht - mein Kopf bandagiert, ein Auge zugeschwollen, das Gesicht vermutlich eine hübsche Palette aus Schwarz-, Blau- und Grüntönen.
Sein Lakai zieht ein Diktiergerät aus der Tasche. Coffey verschränkt die Arme vor der Brust, blickt auf mich hinab und grinst.
„Was ist denn mit Ihnen passiert? Haben Sie versucht, den Falschen zu küssen?“
Darauf gedenke ich nicht zu antworten.
„Band ab. Hier spricht Special Agent Spencer Coffey, in Gefängniszelle C3-44 im Bundessicherheitsgefängnis Herkmoor bei der Vernehmung des Häftlings, identifiziert als A.X.L. Pendergast. Das Datum ist der 20. März.“
Ich schweige.
„Können Sie sprechen?“
„Ja“, sage ich und höre, dass meine Stimme kaum mehr als ein Flüstern ist.
Coffey lächelt. „Ich möchte das hier so schnell wie möglich hinter mich bringen.“
„Ich auch.“