18.08.2007 | Agent Coffey beim Verhör in Zelle 44: Soll ich gestehen?
„Also gut“, sage ich und tue so, als wollte ich jetzt mein Geständnis in der Mordsache ablegen.
Ich sehe, wie in Coffey ein Triumphgefühl aufwallt.
„Spencer Coffey”, fahre ich fort, und mein honigweicher Tonfall trieft vor Unterwürfigkeit. „Ich beobachte ihren Aufstieg im FBI nun schon seit fast zehn Jahren. Ich habe von Anfang an gewusst, dass Sie ein besonderes, ja einzigartiges Individuum sind. Sie haben mich – wie lautet der Ausdruck – gekrallt.“
Coffeys Lächeln wird breiter. Er genießt es, seinen verhassten Rivalen so gedemütigt zu erleben.
„Erstaunliche Arbeit, Spencer. Ich darf Sie doch Spencer nennen, oder? Unvergleichlich, könnte ich sogar sagen.“
Coffey gestikuliert hinter seinem Rücken, dass Rabiner mit dem Recorder näher kommen soll, damit kein Wort verloren geht.
„Ich hatte das Glück, einen Teil Ihrer Arbeit persönlich miterleben zu dürfen. Zum Beispiel Ihre Leistung während der grauenvollen Nacht des Museumsmassakers vor vielen Jahren, als sie die mobile Befehlsstation leiteten. Ein unvergessliches Erlebnis.“
Da blickt Coffey schon unsicherer drein.
„Ich erinnere mich noch lebhaft an jene Nacht“, sage ich.
Es kann nur einen geben:
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Douglas Preston & Lincoln Child "Maniac - Fluch der Vergangenheit"
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